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Niedriglöhne, Umweltbelastungen und fehlende Sozialstandards… die Modeindustrie ist mit ihren Produktionsmaßnahmen vermehrt in die Kritik geraten. Doch nicht nur die Mode, ebenso Ernährung, Energie und Wirtschaft bieten „Stoff zum Nachdenken“.

Unter diesem Motto führt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz und Engagement Global, Außenstelle Mainz und verschiedenen Kooperationspartnern durch eine Nacht der Nachhaltigkeit.

Einen Akzent setzt dabei die Podiumsdiskussion mit Teilnehmern aus der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und Nicht-Regierungsorganisationen. In einer lebendigen Diskussion werden die gegenwärtige Situation in der Textilwirtschaft und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen beleuchtet.

Wie sich nachhaltiges Handeln in den Alltag integrieren lässt, zeigen im Anschluss die Veranstalter verschiedener Workshops von der individuellen Energieberatung bis zum „Upcycling“ von Schmuck und Kleidung. Neben praktischen Erfahrungen können sich die Besucherinnen und Besucher an zahlreichen Ständen informieren oder bei der Filmvorführung von „Gesichter der Armut“ die Lebenswirklichkeit
von Beschäftigen in der Textilindustrie nachvollziehen. Der Eintritt ist frei!

Do, 09. Juni 2016, 18:30 – 22:30 Uhr
Landesmuseum
Große Bleiche 49-51, 55116 Mainz

> Flyer Lange Nacht der Nachhaltigkeit

Plakat_Nacht_Nachhaltigkeit_Mainz_2016

Die Messe „Faire Welten“ fand vom 12. bis 14. März 2016 im Rahmen der Rheinland-Pfalz Ausstellung auf dem Messegelände in Mainz-Hechtsheim statt. Besucher der Messe konnten auf der Sonderschau zahlreiche faire und nachhaltige Produkte kennenlernen, probieren und sich über den Fairen Handel sowie die Kampagne Fairtrade Stadt informieren.

Faire Modenschau auf der Messe Faire Welten in Mainz

Faire Modenschau

Faire Modenschau auf der Messe Faire Welten in Mainz

Faire Modenschau

Kaffeebar mit fair trade Kaffee auf der Messe Faire Welten in Mainz

Hier konnte man fairen Kaffee genießen.

“The True Cost” – “Preis der Mode”

Der Lenkungskreis der Fairtrade Stadt Mainz präsentiert im Rahmen des Textilen Jahres gemeinsam mit dem Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz ELAN e.V. und der Außenstelle Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland der Engagement Global gGmbH in Mainz den Film:

„The True Cost“ – „Preis der Mode“
Dienstag, 26. April  2016
Cine Mayence, Mainz
Beginn: 19.30h

Filmemacher Andrew Morgen hat Schauplätze der globalen Textilindustrie besucht, um die skandalösen Bedingungen vor Ort zu untersuchen. Giftstoffe, die sich tödlich auf Menschen und Umwelt auswirken und Hungerlöhne, die für die Arbeiterinnen und Arbeiter kaum zum Leben reichen, sind nur Beispiele für viele weitere Defizite, die sich vom Baumwollfeld über die Fabriken bis in die Büros der Markenkonzerne und die immer gleicheren Shoppingmeilen der Welt erstrecken.
Seine Reise ging von Metropolen wie London, New York und Hongkong bis nach Haiti, Bangladesch und Indien, wo er mit Beschäftigten, Politikern, Umwelt- und Menschenrechtsaktivistinnen, mit Journalisten und Wissenschaftlern über das Unausgesprochene spricht. Der Film wird in englischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln ausgestrahlt. Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Publikumsgespräch mit Arbeitsrechtsexperte Maik Pflaum von der Christlichen Initiative Romero statt.

24. Februar 2016, 18 Uhr.
Evangelisches Dekanat Mainz, Raum Erfurt, 4. OG
Kaiserstraße 37, 55116 Mainz

Eine Buchvorstellung und Diskussionsveranstaltung mit der Autorin Dr. Gisela Burckhardt, entwicklungspolitische Expertin, Vorstandsvorsitzende der Frauenrechtsvereinigung FEMNET, Preisträgerin des Anne-Klein-Frauenpreises 2016.

Die weit verbreitete Annahme, Markenmode zeichne sich gegenüber „billigen Trendklamotten“ durch bessere Qualität und verantwortungsvollere Produktionsbedingungen aus, ist leider irrig. Dr. Gisela Burckhardt war 2013 bis 2014 in Textilfarbiken Bangladeschs unrwegs und wird in ihrem Vortrag die erschreckenden Rechercheergebnisse vorstellen. In dieser Veranstaltung wird es nicht zuletzt jedoch auch um die Frage gehen, wie wir als Konsumentinnen und Konsumenten zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie beitragen können.